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Radio Dispositiv

die Sendung im Programmfenster

Live zu hören auf ORANGE 94.0 in Wien, FRO in Linz, FREIRAD in Innsbruck, PROTON in Dornbirn, Radio B138 in Kirchdorf oder zu beliebigen Zeitpunkten hier auf diesem Web2.0site. Auch erhältlich als PODCAST Feed (siehe Seitenende).

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Die Arbeit am Text war Tom F. Lange schon immer vertraut, doch erst in reiferen Jahren beschloss er, einen Roman zu verfassen. Auf der Suche nach einem geeigneten Stoff geriet er ins Rom des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung. Seine Wahl fiel auf Petronius, einen Dichter über den es kaum gesichertes Wissen gibt und dessen Werk nur in wenigen Fragmenten erhalten blieb. Darunter allerdings ein Text, der über die Jahrhunderte abwechselnd als berühmt oder berüchtigt, stets aber faszinierend galt: die Satyrika. Die Leerstellen in der Vita des Petronius wusste der Autor virtuos zu nutzen. Beherzt jongliert er mit einer Unzahl historischer Quellen, die gerade Erfundenes höchst überzeugend zu belegen scheinen. Mit Ironie, Witz und großem Verständnis führt er das Werk des Petronius quasi weiter und lässt eine der turbulentesten Epochen des Altertums erstehen, geprägt von Gestalten wie Caligula und Nero. Doch nicht nur, denn auch den Bogen in die Gegenwart bleibt Tom F. Lange durchaus nicht schuldig.

Website Hollitzer Verlag Petronica
Website Tom F. Lange

Nach Spukgeschichten sucht man vergebens, die unerklärlichen Begebenheiten in Bernhard Strobels jüngstem Erzählband sind anderer Art. Doch ob erklärlich oder nicht, auch scheinbar Banales findet auf mehreren Bedeutungsebenen statt, denn die Texte haben stets mehr als eine Lesart anzubieten. Im Studiogespräch erläutert der Autor und Übersetzer sein Verständnis von Literatur, seine Herangehens- und Arbeitsweisen.

Website Droschl Verlag Bernhard Strobel
Website Droschl Verlag Nach den Gespenstern

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Nach Spukgeschichten sucht man vergebens, die unerklärlichen Begebenheiten in Bernhard Strobels jüngstem Erzählband sind anderer Art. Doch ob erklärlich oder nicht, auch scheinbar Banales findet auf mehreren Bedeutungsebenen statt, denn die Texte haben stets mehr als eine Lesart anzubieten. Im Studiogespräch erläutert der Autor und Übersetzer sein Verständnis von Literatur, seine Herangehens- und Arbeitsweisen.

Website Droschl Verlag Bernhard Strobel
Website Droschl Verlag Nach den Gespenstern

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Rund acht Jahre hat Sama Maani an ‘Žižek in Teheran’ gearbeitet, bevor der Text im Frühjahr 2021 bei Drava als Roman erscheinen konnte. Die Mühe hat sich gelohnt. In diesem Buch entwickelt er nicht nur sein Spiel in und mit der Ambiguität, den Mehrdeutigkeiten menschlicher Existenz, ebenso behutsam wie beherzt weiter, sondern stellt dabei auch gleich etliche literarische Formen zur Disposition, indem er sich über alle Genregrenzen hinweg lustvoll ihrer bedient. Selbstverständlich ist Teheran nicht Teheran und Žižek ist nicht Žižek. Obwohl beides auch nicht auszuschließen ist. Lesende sind stets gefordert, auf der Hut zu sein. Im Studiogespräch schildert der Autor, wie sich das in seiner Wahrnehmung darstellt.

Blog Sama Maani
Website Drava Verlag – Sama Maani

30. September bis 9. Oktober 2021 findet heuer erstmals Rotlicht, das Festival für internationale analoge Fotografie, statt. Fast 40 Schauplätze sollen mit Ausstellungen, Workshops, Vorträgen und zahlreichen Side-Events bespielt werden. Geplant sind ferner Atelier- und Studiobesuche sowie geführte Photowalks. Denn nicht nur das Sehen spielt eine Rolle, es gibt auch Kameras zum Anfassen: So viele Besucher und Besucherinnen wie möglich sollen verlockt werden, die analoge Fotografie für sich selbst zu entdecken. Kati Bruder und Dino Rekanović erläutern , weshalb sie dieses Medium gerade im digitalen Zeitalter spannend finden und keineswegs für überholt halten.

Website Rotlicht – Festival for Analog Photography
Website Zigutamve Photography
Facebook Rotlicht Festival
Instagram Rotlicht Festival

MusicaFemina trat erstmals im Sommer 2018 in Erscheinung: Unter dem programmatischen Titel ‘Aus dem Schatten ans Licht’ wurde in der Orangerie des Schlosses Schönbrunn weibliches Musikschaffen von der Antike bis zur Gegenwart erforscht und präsentiert. Über drei Monate hinweg war die interaktive Ausstellung damals geöffnet, begleitet von zahlreichen Konzerten und Events, von 56.000 Menschen besucht. Seither haben sich die Aktivitäten kontinuierlich erweitert, das Projekt wurde international. Symposien wurden veranstaltet, Publikationen herausgegeben, Live Auftritte auf die Bühne gebracht. Seit Anfang September dieses Jahres ist nun im Bezirksmuseum Leopoldstadt eine Weiterführung des bewährten Konzeptes zu erleben. Bis März 2022 werden dort neben der neu gefassten Ausstellung wiederum Veranstaltungen vielerlei Art geboten.

Website MusicaFemina
Website MusicaFemina International
Website Mäzenatentum
Website Irene Suchy
Website Wolfgang Rauscher
Verlag Der Apfel MusicaFemina International

Diesmal überrascht Christian Futscher mit Prosa-Miniaturen. ‘Mein Vater, der Vogel’ versammelt Erinnerungen eines Sohnes an den Vater, der sein schalkhaftes Spiel mit den Grenzen des gesellschaftlich Verträglichen treibt. Kurze Textabschnitte erzählen durchaus liebevoll Momente aus dem nicht ganz alltäglichen Alltag der dreiköpfigen Familie seiner Kindheit. Amüsantes wechselt mit Ernsthaftem, Ernsthaftes mit Absurdem, bis der Humor allmählich beißend wird und das Tragische erscheint.

Wikipedia Artikel Christian Futscher
Facebook Christian Futscher
Website Czernin Verlag Christian Futscher

Als Umweltmediziner und Experte für Public Health ist Hans-Peter Hutter laufend mit Risikobewertungen und Folgenabschätzungen befasst. Höchst diffizile Aufgaben, denn nur selten geht es um die Wirkung einzelner Substanzen oder Ereignisse. Zumeist treffen derart viele Faktoren aufeinander, dass die Wechselwirkungen in ihrer Fülle kaum kalkulierbar sind. Doch nicht nur die Forschung, auch die Vermittlung des gewonnenen Wissens betrachtet Hutter als unverzichtbaren Teil seiner Tätigkeit. Unter dem Titel ‘Sind wir noch zu retten?’ hat er gemeinsam mit der Journalistin Judith Langasch bei Orac K&S ein Buch herausgebracht, in dem der aktuelle Erkenntnisstand über Gefahren und Perspektiven für unser weiteres Dasein auf diesem Planeten faktenreich dargestellt ist. Insbesondere dem Alltagsbezug wird viel Raum gegeben, Fragen persönlicher Betroffenheit und individueller Handlungsmöglichkeiten nachgegangen.

Website Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin, ZPH – Hans-Peter Hutter
Website Orac K&S – Sind wir noch zu retten?

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Als Umweltmediziner und Experte für Public Health ist Hans-Peter Hutter laufend mit Risikobewertungen und Folgenabschätzungen befasst. Höchst diffizile Aufgaben, denn nur selten geht es um die Wirkung einzelner Substanzen oder Ereignisse. Zumeist treffen derart viele Faktoren aufeinander, dass die Wechselwirkungen in ihrer Fülle kaum kalkulierbar sind. Doch nicht nur die Forschung, auch die Vermittlung des gewonnenen Wissens betrachtet Hutter als unverzichtbaren Teil seiner Tätigkeit. Unter dem Titel ‘Sind wir noch zu retten?’ hat er gemeinsam mit der Journalistin Judith Langasch bei Orac K&S ein Buch herausgebracht, in dem der aktuelle Erkenntnisstand über Gefahren und Perspektiven für unser weiteres Dasein auf diesem Planeten faktenreich dargestellt ist. Insbesondere dem Alltagsbezug wird viel Raum gegeben, Fragen persönlicher Betroffenheit und individueller Handlungsmöglichkeiten nachgegangen.

Website Abteilung für Umwelthygiene und Umweltmedizin, ZPH – Hans-Peter Hutter
Website Orac K&S – Sind wir noch zu retten?

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Seit 7000 Jahren wird im Hochtal oberhalb von Hallstatt Salz gewonnen. Bis zum heutigen Tag, womit es sich um das älteste in Betrieb befindliche Bergwerk der Welt handeln dürfte. Aber auch die Erforschung dieses besonderen Ortes hat eine lange Geschichte, bereits Mitte des 19. Jahrhunderts legte der Bergmeister Johann Georg Ramsauer fast 1000 Gräber frei, etliche Nachfolger traten in seine Fußstapfen. Ihre Entdeckungen machten Furore. Seit über 100 Jahren existiert eine enge Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Wien, die traditionelle Unterstützung seitens der Bergwerksbetreiber wird von der Salinen Austria AG weitergeführt. Auf ihre Hilfe ist Hans Reschreiter in besonderem Maß angewiesen, forscht er mit seinem Team doch vor allem im Inneren des Berges und treibt dabei mittels Schremmhammer eigene Stollen voran. Prunkstück unter den bisherigen Funden ist eine bronzezeitliche Holzstiege, die durch das Salz konserviert, in bestem Zustand geborgen werden konnte – und nun das Highlight der Salzweltenführung darstellt. Im Rahmen archäologischer Sonderführungen kann auch die Fundstelle im Berg bewundert werden. Für Reschreiter ist Archäologie alles andere als ein für sich bestehendes Orchideenfach. Ganz im Gegenteil, im Erkennen der Vergangenheit sucht er nach Perspektiven für die Zukunft.

Website naturhistorisches Musem Wien Hallstatt
Stiegen-Blog Archäologische Forschung Hallstatt
Website Sketchfab 3D-Modell der bronzezeitlichen Salzmine
Radioreihe Archäologie am Berg 2019
Website Salzwelten

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Seit 7000 Jahren wird im Hochtal oberhalb von Hallstatt Salz gewonnen. Bis zum heutigen Tag, womit es sich um das älteste in Betrieb befindliche Bergwerk der Welt handeln dürfte. Aber auch die Erforschung dieses besonderen Ortes hat eine lange Geschichte, bereits Mitte des 19. Jahrhunderts legte der Bergmeister Johann Georg Ramsauer fast 1000 Gräber frei, etliche Nachfolger traten in seine Fußstapfen. Ihre Entdeckungen machten Furore. Seit über 100 Jahren existiert eine enge Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Wien, die traditionelle Unterstützung seitens der Bergwerksbetreiber wird von der Salinen Austria AG weitergeführt. Auf ihre Hilfe ist Hans Reschreiter in besonderem Maß angewiesen, forscht er mit seinem Team doch vor allem im Inneren des Berges und treibt dabei mittels Schremmhammer eigene Stollen voran. Prunkstück unter den bisherigen Funden ist eine bronzezeitliche Holzstiege, die durch das Salz konserviert, in bestem Zustand geborgen werden konnte – und nun das Highlight der Salzweltenführung darstellt. Im Rahmen archäologischer Sonderführungen kann auch die Fundstelle im Berg bewundert werden. Für Reschreiter ist Archäologie alles andere als ein für sich bestehendes Orchideenfach. Ganz im Gegenteil, im Erkennen der Vergangenheit sucht er nach Perspektiven für die Zukunft.

Website naturhistorisches Musem Wien Hallstatt
Stiegen-Blog Archäologische Forschung Hallstatt
Website Sketchfab 3D-Modell der bronzezeitlichen Salzmine
Radioreihe Archäologie am Berg 2019
Website Salzwelten

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Auf ihrer Weltreise macht die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) dieser Tage in Österreich Station. Zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen thematisieren Kolonialismus und Unterdrückung, insbesondere indigener Menschen. Regisseurin Dafne Moreno und Musiker Miguel Arizmendi erzählen in ihrer Performance ‘Moenani – Kultur – und Tanzsportverein – Meximiliano I. von Mexiko’ die Geschichte des gescheiterten Kaisers, der beim Versuch nach Österreich zurückzukehren abgeschoben wird. Philosoph und Autor Tom Waibel erläutert, weshalb es wichtig ist, die Vergangenheit nicht auf sich beruhen zu lassen.

Blog zapalotta.org
Blog Tom Waibel
Website Kultursommer Wien Moenani – Kultur – und Tanzsportverein – Meximiliano I. von Mexiko
Website zapalotta.org Moenani – Kultur – und Tanzsportverein – Meximiliano I. von Mexiko

Kaum ein literarisches Genre ist ihm fremd, Simon Konttas schreibt Romane, Erzählungen, Essays und Lyrik. Während seine Lyrik eher heiteren Empfindungen, oft auch kontemplativer Betrachung gewidmet ist, greift er in seiner Prosa vorwiegend ernste, bisweilen tragische Themen und Gegebenheiten auf. Im Mittelpunkt steht stets der Mensch, sein Werdegang, seine Verfasstheit, sein Wohl und Wehe.

Wensite Grazer Autorinnen Autorenversammlung Simon Konttas
Website Literaturhaus Wien Simon Konttas
Website Volltext Bleiglatter Fluss, milde Sonne
Website Lesen in Tirol Rezesion ‘Arme Leute’
Website Edition Sonnberg
Website Verlag Hans D. Smoliner
Website Verlag Sisyphus

Die digitale Revolution ist in vollem Gange, Begriffe wie Datenschutz und Privatsphäre sind allgegenwärtig. Doch oftmals scheinen sie in ihrer realen Bedeutung schwer fassbar und abstrakt. Welchen konkreten Einfluss werden sie auf unseren Alltag nehmen, welchen üben sie schon heute aus? Um diese komplexen Fragen zu veranschaulichen und erlebbar zu machen, haben Thomas Lohninger, Geschäftsführer von epicenter.works, und Jakob Schindler-Scholz ein interaktives Theaterstück geschaffen, bei dem das Publikum den Verlauf der Entwicklung mitbestimmt. Freitag den 23. Juli fand die Uraufführung im Rahmen des Kultursommers Wien statt. Darstellerin Veronika Zellner und Co-Autor Thomas Lohninger berichten live im Studio von ihren Erfahrungen.

Website Kultursommer Wien Kontrolle ist gut
Website Kultursommer Wien Kontrolle ist gut – Spieltermine

Website Kultonic – Verein für prickelnde Kunst
Website Kultursommer Wien

Geht es nach Wikipedia, ist Oskar Aichinger ein österreichischer Komponist und Pianist des Modern Creative Jazz. Das ist nicht falsch, trifft aber nur einen Teil der Wahrheit, ist ihm doch kaum ein Genre fremd. Bevorzugte Herangehensweise ist die Improvisation. Er lässt sich gern von den Gegebenheiten leiten, doch ohne die Kontrolle aufzugeben. Denn das hieße ziellos abzuschweifen und sich in Beliebigkeiten zu verlieren. Ein Prinzip, verfolgt in der Musik, wie auch in anderen Lebenslagen. Etwa bei seinen Spaziergängen und Wanderungen in und um Wien, die er bevorzugt zum Sinnieren nutzt. Letztere sind anhand zweier, im Picus Verlag erschienener Bücher nachzuerleben.

Website Oskar Aichinger
Website Picus Verlag Oskar Aichinger

Einmal mehr ist bei den Nestroy-Spielen in Schwechat ab 26. Juni 2021 eine ganz besondere Rarität zu sehen. Karikaturen-Charivari mit Heurathszweck, so der Originaltitel, war bei der Uraufführung am 1. April 1850 im Carl-Theater ein derart krachender Misserfolg, dass weitere Aufführungen unterblieben und das Stück umgehend in der Versenkung verschwand. Doch im Hof der Rothmühle zu Rannersdorf bei Schwechat wurde schon manch vergessenem Text neues Leben eingehaucht. Regisseur Peter Gruber, Michelle Haydn und Oliver Baier vom Ensemble sowie Christine Bauer vom Nestroy Komitee erläutern live im Studio, weshalb sie überzeugt sind, das Kunststück auch diesmal wieder zuwege zu bringen.

Website Nestroyspiele Schwechat

Am Anfang stand das Wort Konsum schlicht für Verbrauch. Erst als die Gegenleistung ins Spiel kam, der Warenwert, die Wirtschaft, begann es kompliziert zu werden. Wer heute Google danach fragt, wird mit Millionen Hits gestraft. Das ist zum einen Ausdruck der zentralen Bedeutung des Begriffs, zum anderen wohl auch der von ihm hervorgerufenen Ambivalenzen. Ziemlich viele gute Gründe jedenfalls, sich näher mit dem Thema zu befassen. Flying Opera tut das in Form eines Musicals, genauer eines Recycling-Musicals. Clara Luzia sorgt für die Musik, Bernd Liepold-Mosser für die Regie und Harald Posch für die Voraussetzungen. Zu erleben ab 28. Juni 2021 im Werk X.

Website Werk X Konsum
Website Flying Opera
Website Clara Luzia

Seit 1994 setzt sich die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN), vorwiegend mit politischen Mitteln und nach Möglichkeit gewaltfrei, für die Rechte der indigenen Bevölkerung Mexikos ein. Basisdemokratie ist dabei ein zentraler Wert, ebenso die Solidarität mit Unterdrückten in aller Welt. Folgerichtig spielt internationale Vernetzung und Zusammenarbeit eine wichtige Rolle. Soeben ist eine zapatistische Weltumsegelung im Gange, mit dem Ziel die Idee von Widerstand und Selbstbestimmung global zu verbreiten. Für den Sommer sind Besuche in ganz Europa geplant, so auch in Österreich. Claudia Sandoval Romero und Berthold Molden geben Ein- und Ausblicke.

Blog zapalotta.org
Website Claudia Sandoval Romero
Website Berthold Molden

Werner Anzenberger über Otto Bauer und Peter Veran

Unmittelbar nach seiner Flucht infolge des missglückten Aufstandes gegen den Austrofaschismus im Februar 1934, begann Otto Bauer im tschechoslowakischen Exil mit der Niederschrift einer ebenso umfassenden wie detaillierten Analyse der Ereignisse und ihrer Vorgeschichte. Schon wenige Wochen später, im März desselben Jahres wurde die erste Fassung publiziert. Werner Anzenberger, Anja Grabuschnig und Hans-Peter Weingand haben auf Grundlage des lange verschollen geglaubten Originaltextes eine kritische, kommentierte Ausgabe erstellt, die jüngst im ÖGB Verlag erschienen ist. Es ist erstaunlich, wie treffend und klarsichtig Bauers Traktat fast 90 Jahre später, im Licht des aktuellen Forschungsstandes erscheint. Und es ist beklemmend, wie viele Parallelen zu unserer Gegenwart sich darin finden.

Abseits seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten agiert Werner Anzenberger gerne unter dem Pseudonym Peter Veran. Nach der Groteske ‚Plädoyer eines Märtyrers‘ ist zuletzt bei Clio Graz der Lyrikband ‚Europäische Lese‘ herausgekommen, dem sich zweite Teil dieser Sendung widmet.

Website Werner Anzenberger
Website ÖGB Verlag Der Aufstand der österreichischen Arbeiter
Website Clio Graz
Website Promedia Plädoyer eines Märtyrers
Interview Peter Veran Plädoyer eines Märtyrers

Richard Schuberth zu seiner Geschichte des griechischen Unabhängigkeitskrieges

Ende März 1821 marschierte Alexandros Ypsilantis mit einem kleinen Regiment von Russland kommend ins damals osmanische Moldavia ein. Damit gab er den Auftakt zu einer Revolution, die rund ein Jahrzehnt mit unerbittlicher Grausamkeit toben und als griechischer Unabhängigkeitskrieg in die Geschichte eingehen sollte. Ein blutiger Kampf, in dem das Unvorstellbare zur Regel wurde und nichts war, wie es schien oder scheinen wollte. Zahllose Partikularinteressen prallten in wechselnden Allianzen aufeinander, reguläre und irreguläre Truppen waren nicht unterscheidbar, das Brigantentum erlebte eine Hochblüte. Unsagbares Leid kam über die vorwiegend bäuerliche Bevölkerung.

Den Interessen der damaligen Weltmächte lief der Aufstand eigentlich zuwider, dennoch wären die Geschehnisse ohne ihr Zutun undenkbar gewesen. Doch wer waren jene Griechen, um deren Freiheit es vorgeblich gehen sollte? Wer die Türken, und wer die Philhellenen, die aus unterschiedlichen Motiven dafür sorgten, dass die anfänglich fast lächerlich kleine Revolte über Jahre nicht zum Stillstand kam? Und was hat das alles mit uns zu tun? Richard Schuberth versucht, dem auf den Grund zu gehen und findet so manche Erklärung.

Website Richard Schuberth
Wallstein Verlag Lord Byrons letzte Fahrt

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Richard Schuberth zu seiner Geschichte des griechischen Unabhängigkeitskrieges

Ende März 1821 marschierte Alexandros Ypsilantis mit einem kleinen Regiment von Russland kommend ins damals osmanische Moldavia ein. Damit gab er den Auftakt zu einer Revolution, die rund ein Jahrzehnt mit unerbittlicher Grausamkeit toben und als griechischer Unabhängigkeitskrieg in die Geschichte eingehen sollte. Ein blutiger Kampf, in dem das Unvorstellbare zur Regel wurde und nichts war, wie es schien oder scheinen wollte. Zahllose Partikularinteressen prallten in wechselnden Allianzen aufeinander, reguläre und irreguläre Truppen waren nicht unterscheidbar, das Brigantentum erlebte eine Hochblüte. Unsagbares Leid kam über die vorwiegend bäuerliche Bevölkerung.

Den Interessen der damaligen Weltmächte lief der Aufstand eigentlich zuwider, dennoch wären die Geschehnisse ohne ihr Zutun undenkbar gewesen. Doch wer waren jene Griechen, um deren Freiheit es vorgeblich gehen sollte? Wer die Türken, und wer die Philhellenen, die aus unterschiedlichen Motiven dafür sorgten, dass die anfänglich fast lächerlich kleine Revolte über Jahre nicht zum Stillstand kam? Und was hat das alles mit uns zu tun? Richard Schuberth versucht, dem auf den Grund zu gehen und findet so manche Erklärung.

Website Richard Schuberth
Wallstein Verlag Lord Byrons letzte Fahrt

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Carl Laszlo: Ferien am Waldsee

Montag, 10. Mai 2021 10:00

Albert Eibl zur Neuauflage der Erinnerungen eines Überlebenden

März 1945 wurde der junge Carl Laszlo nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo 45 Mitglieder seiner Familie ihrer sofortigen Ermordung zum Opfer fielen. Doch er übersteht die Selektion durch Josef Mengele, übersteht auch alles weitere bis zu seiner Befreiung im Frühjahr 1945. Laszlo gelang es, ein neues Leben zu beginnen. Er hatte Erfolg, avancierte schnell zu einer der einflussreichsten und schillerndsten Persönlichkeiten des internationaler Kunsthandels. Zehn Jahre später verarbeitete er seine Erinnerungen zu einem der frühesten literarischen Zeugnisse des Holocaust. Albert Eibls Verlag ‘das vergessene buch’ brachte dieses einzigartige Dokument kürzlich neu heraus.

Verlag das vergessene buch Ferien am Waldsee

Diese Sendung wurde mithilfe von studio-link.de produziert.

Erst siebzehnjährig hatte Christa Ludwig bereits ihre ersten öffentlichen Auftritte, der Rest ist Musikgeschichte. Fast ein halbes Jahrhundert lang begeisterte sie ihr Publikum bei Konzert- und Opernauftritten in aller Welt. Dank ihrer stimmlich wie darstellerisch beeindruckenden Ausdruckskraft, gepaart mit enormer Wandlungsfähigkeit, war sie unbestreitbar eine der mitreißendsten Sängerinnen ihrer Generation. Am 24. April 2021, wenige Wochen nach ihrem 93. Geburtstag, verstummte sie für immer. In Erinnerung an sie ein Interview, das 2013 mit ihr geführt wurde.

Website Amalthea Verlag Christa Ludwig: Leicht muss man sein
Wikipedia Artikel Christa Ludwig

Veronika Humpel und Wolfgang Seierl sind von den Maßnahmen zu Eindämmung der Pandemie vielfach betroffen. Infolge des aktuellen Lockdowns können sie ihre Musik nicht in direkten Austausch mit ihrem Publikum bringen, was einen unverzichtbaren Bestandteil ihres künstlerischen Konzeptes darstellt. In der von ihnen betriebenen Insel Retz können keine Veranstaltungen stattfinden. Der Musikunterricht ist zum Erliegen gekommen. Zudem sind sie als Eltern einer schulpflichtigen Tochter auch mit dieser schwierigen Perspektive bestens vertraut. Im Studiogespräch schildern die beiden, wie sie das letzte Jahr erlebt haben, wo sie Versäumnisse sehen und welchen Notwendigkeiten dringend Rechnung getragen werden müsste.

Website Komponistenforum Mittersil
Infoseite Insel Retz

Diese Sendung wurde mithilfe von studio-link.de produziert.

Seit vielen Jahren setzt sich Lena Doppel-Prix gleichermaßen mit technischen, wie auch gesellschaftlichen Aspekten der digitalen Entwicklung auseinander. Schon früh erregten jene Plattformen ihr Interesse, die heute als Social Media von großer Bedeutung sind. Die neu entstandenen Möglichkeiten medialer Aktivitäten haben Diskurs und inhaltlichen Austausch verändert. Allerdings nicht befördert, sondern ganz im Gegenteil weitgehend zum Erliegen gebracht. Damit tun sich tiefgehende demokratiepolitische Fragen und Probleme auf. Doch wie wäre der gesellschaftlichen Fragmentierung entgegenzuwirken? Oder anders gefragt: womit werden wir lernen müssen, zu leben?

Website Lena Doppel-Prix
Twitter Lena Doppel-Prix

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Seit vielen Jahren setzt sich Lena Doppel-Prix gleichermaßen mit technischen, wie auch gesellschaftlichen Aspekten der digitalen Entwicklung auseinander. Schon früh erregten jene Plattformen ihr Interesse, die heute als Social Media von großer Bedeutung sind. Die neu entstandenen Möglichkeiten medialer Aktivitäten haben Diskurs und inhaltlichen Austausch verändert. Allerdings nicht befördert, sondern ganz im Gegenteil weitgehend zum Erliegen gebracht. Damit tun sich tiefgehende demokratiepolitische Fragen und Probleme auf. Doch wie wäre der gesellschaftlichen Fragmentierung entgegenzuwirken? Oder anders gefragt: womit werden wir lernen müssen, zu leben?

Website Lena Doppel-Prix
Twitter Lena Doppel-Prix

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Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum deutschen Reichskanzler ernannt. Die folgenden Monate widmete sich Karl Kraus einer schonungslosen Auseinandersetzung mit den Taktiken und Praktiken der Nationalsozialistischen Partei auf ihrem Weg zur Macht. Es entstand ein klarsichtiger Text, dessen düstere Prognose sich in all ihren schrecklichen Details erfüllen sollte. Ein unanzweifelbarer Beleg dafür was man wissen konnte, wenn man nur wollte. Oder musste. Denn für Karl Kraus dürfte es wohl keine Wahl gegeben haben.

Projektwebsite ÖAW Dritte Walpurgisnacht
Wienbibliothek Dritte Walpurgisnacht
Blog Zitatforschung

Seit vielen Jahren schon ist eine zunehmende Polarisierung der Gesellschaft zu beobachten. In so gut wie allen Themenbereichen geraten verhärtete Fronten immer heftiger aneinander, der fruchtbare Diskurs ist zur seltenen Tugend geworden. Haben wir verlernt, in Dialog zu treten, einen Austausch zu pflegen und Auseinandersetzungen auf inhaltlicher Ebene zu führen, statt den Emotionen freien Lauf zu lassen? Der Historiker und Publizist Heiko Heinisch versucht, Antworten zu finden.

Twitter Heiko Heinisch
Website Styria  – Nina Scholz, Heiko Heinisch: Alles für Allah

Best Off & Wunderschönes Tier

Montag, 22. März 2021 10:00

Evelyn Blumenau: Novi Sad goes crowd funding

Anlässlich ihres dreiunddreißigeindritteltsen Geburtstag möchte die Band Novi Sad ein neues Album herausbringen. Gleichzeitig ist ein Blick zurück geplant, ein ‘Best Off’ (Arbeitstitel) soll alte Aufnahmen versammeln, ein Buch mit der gesamten Lyrik erscheinen. Doch all das ist vorläufig nicht mehr als ein guter Plan, der vom Erfolg eines Crowd Funding Projektes abhängig ist. Der diensthabende Radiomacher hat bereits investiert. Zweimal Vinyl & einmal Buch, versteht sich.

Facebook Novi Sad
Youtube Novi Sad
Crowd Funding wemakeit Die Werkschau

Strategien gegen Verschwörungsmythen und Fake News

Verschwörungsmythen und Fake News scheinen in einer Weise überhand zu nehmen, die um den Fortbestand demokratischer Gesellschaften fürchten lässt. Das muss keineswegs so sein, meint die Publizistin Ingrid Brodnig, die sich seit Jahren mit der Thematik befasst. Patentrezepte gibt es zwar keine, wohl aber Strategien, wie man sich selber schützen und Auseinandersetzungen positiv beeinflussen kann. In ihrem jüngsten Buch erklärt sie, wie sich Argumentationsmuster und Taktiken erkennen und entkräften lassen.

Website Brandstätter Verlag Einspruch!
Blog Ingrid Brodnig

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Strategien gegen Verschwörungsmythen und Fake News

Verschwörungsmythen und Fake News scheinen in einer Weise überhand zu nehmen, die um den Fortbestand demokratischer Gesellschaften fürchten lässt. Das muss keineswegs so sein, meint die Publizistin Ingrid Brodnig, die sich seit Jahren mit der Thematik befasst. Patentrezepte gibt es zwar keine, wohl aber Strategien, wie man sich selber schützen und Auseinandersetzungen positiv beeinflussen kann. In ihrem jüngsten Buch erklärt sie, wie sich Argumentationsmuster und Taktiken erkennen und entkräften lassen.

Website Brandstätter Verlag Einspruch!
Blog Ingrid Brodnig

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Am Anfang stand ein Buch, auf das Martin Leyrer gestoßen war, das Lexikon für die digitale Welt von Gernot Schönfeldinger hatte sein Interesse geweckt. In launigen Tweets hielt er über den Lesefortschritt auf dem Laufenden. So kam es zur Idee einer Radio-Rezension, die sich zum Streifzug durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft digitaler Technologien entwickeln sollte. Wie es war, wie es ist und wie es hoffentlich (nicht) werden möge.

Website Martin Leyrer
Twitter Martin Leyrer
Website VKI Lexikon für die digitale Welt

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Am Anfang stand ein Buch, auf das Martin Leyrer gestoßen war, das Lexikon für die digitale Welt von Gernot Schönfeldinger hatte sein Interesse geweckt. In launigen Tweets hielt er über den Lesefortschritt auf dem Laufenden. So kam es zur Idee einer Radio-Rezension, die sich zum Streifzug durch Geschichte, Gegenwart und Zukunft digitaler Technologien entwickeln sollte. Wie es war, wie es ist und wie es hoffentlich (nicht) werden möge.

Website Martin Leyrer
Twitter Martin Leyrer
Website VKI Lexikon für die digitale Welt

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In seinem zehnten Jahr wird das Symposion Dürnstein 4. bis 6. März 2021 erstmals online stattfinden. Im Fokus steht diesmal das Thema Bildung in allen erdenklichen Zusammenhängen und Aspekten. Wie jedes Jahr werden Referentinnen und Referenten aus unterschiedlichsten Bereichen in Austausch treten. Auch Diskussionen mit Publikumsbeteiligung wird viel virtueller Raum gegeben sein. Kuratorin Ursula Baatz, Erziehungswissenschaftlerin Birgitta Ursula Fuchs sowie Biologe und Wildnispädagoge Sebastian Pfütze geben in angeregter Diskussion einen kleinen Vorgeschmack auf die Veranstaltung.

Website Symposion Dürnstein
Website Ursula Baatz
Website Wildniswissen

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In seinem zehnten Jahr wird das Symposion Dürnstein 4. bis 6. März 2021 erstmals online stattfinden. Im Fokus steht diesmal das Thema Bildung in allen erdenklichen Zusammenhängen und Aspekten. Wie jedes Jahr werden Referentinnen und Referenten aus unterschiedlichsten Bereichen in Austausch treten. Auch Diskussionen mit Publikumsbeteiligung wird viel virtueller Raum gegeben sein. Kuratorin Ursula Baatz, Erziehungswissenschaftlerin Birgitta Ursula Fuchs sowie Biologe und Wildnispädagoge Sebastian Pfütze geben in angeregter Diskussion einen kleinen Vorgeschmack auf die Veranstaltung.

Website Symposion Dürnstein
Website Ursula Baatz
Website Wildniswissen

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Stefan Lütgenau im Gespräch

Foster steht ausgeschrieben für ‘Foundation for strong European Regions’ und formierte sich 2010 rund um den Historiker Stefan Lütgenau. Seit damals werden Projekte entwickelt, Veranstaltungen organisiert und Publikationen herausgegeben um den Diskurs über föderalistische Strukturen aktiv zu fördern. Doch wie könnte ein Europa der Regionen aussehen, wo lägen die Vorteile und welche Wege führen dorthin?

Website Foster Europe

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Maschinengestützte Entscheidungsfindung liegt unübersehbar im Trend. Auch das österreichische Arbeitsmarktservice AMS wollte sich dem nicht verschließen und brachte ein derartiges System in Einsatz. Florian Cech, Wissenschaftler am Centre for Informatics & Society der TU Wien, war Mitautor einer Studie, in der die umstrittene Anwendung analysierte wurde. Im Gespräch erläutert er sowohl die Erkenntnisse zum konkreten Fall, als auch grundlegende Probleme automatisierter Assistenzsysteme. Nicht selten wird von mäßig geeigneten Mitteln erstens zu viel und zweitens das Falsche erwartet.

Website Centre for Informatics & Society
Studie Der AMS-Algorithmus
Kampagnen-Website Stoppt den AMS-Algrithmus

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Maschinengestützte Entscheidungsfindung liegt unübersehbar im Trend. Auch das österreichische Arbeitsmarktservice AMS wollte sich dem nicht verschließen und brachte ein derartiges System in Einsatz. Florian Cech, Wissenschaftler am Centre for Informatics & Society der TU Wien, war Mitautor einer Studie, in der die umstrittene Anwendung analysierte wurde. Im Gespräch erläutert er sowohl die Erkenntnisse zum konkreten Fall, als auch grundlegende Probleme automatisierter Assistenzsysteme. Nicht selten wird von mäßig geeigneten Mitteln erstens zu viel und zweitens das Falsche erwartet.

Website Centre for Informatics & Society
Studie Der AMS-Algorithmus
Kampagnen-Website Stoppt den AMS-Algrithmus

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Was war, was ist, was kommt

Montag, 1. Februar 2021 10:00

Thomas Lohninger zur Lage aus netzpolitischer Sicht

2020 wurde die Bürgerrechts-NGO epicenter.works 10 Jahre alt und wollte das gebührend feiern. Doch es kam anders: Als zu Beginn des Jahres Covid auf den Plan trat, dachte man nicht gleich an die netzpolitischen Dimensionen, was sich wenig später mit dem ersten Lockdown nachhaltig änderte. Thomas Lohninger, Geschäftsführer von epicenter.works, schildert die Herausforderungen, die sich seither stellen und welche Perspektiven er für 2021 sieht.

Website epicenter.works
Website Stoppt den AMS‑Algorithmus
Website Platform Regulation EU

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Barbara Wimmer zu ihrem jüngsten Buch

Nach ihrem Debut als Romanautorin im Frühling 2020 hat die Journalistin und Publizistin Barbara Wimmer kurz vor Jahresende noch ein Sachbuch vorgelegt. Beiden Büchern gemeinsam ist das Thema Sicherheit digitaler Technologien. Oder besser: ihr Fehlen. Vernetzte Geräte und Services, deren Funktionsweise kaum je transparent ist, sind aus dem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Auch wer sie selbst nicht nutzt, kann sich spätestens bei Betreten des öffentlichen Raumes nicht mehr entziehen. Mittels anschaulicher Beispiele macht die Autorin sichtbar, wo Gefahren lauern und Probleme liegen, aber auch wie man sich schützen und als Einzelperson zu einer positiven Entwicklung beitragen kann. Und muss. Denn die Perspektiven hängen letztlich von uns allen ab.

Website Barbara Wimmer
Facebook Barbara Wimmer
Website mitp Verlag Hilfe, ich habe meine Privatsphäre aufgegeben!

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Barbara Wimmer zu ihrem jüngsten Buch

Nach ihrem Debut als Romanautorin im Frühling 2020 hat die Journalistin und Publizistin Barbara Wimmer kurz vor Jahresende noch ein Sachbuch vorgelegt. Beiden Büchern gemeinsam ist das Thema Sicherheit digitaler Technologien. Oder besser: ihr Fehlen. Vernetzte Geräte und Services, deren Funktionsweise kaum je transparent ist, sind aus dem Alltag längst nicht mehr wegzudenken. Auch wer sie selbst nicht nutzt, kann sich spätestens bei Betreten des öffentlichen Raumes nicht mehr entziehen. Mittels anschaulicher Beispiele macht die Autorin sichtbar, wo Gefahren lauern und Probleme liegen, aber auch wie man sich schützen und als Einzelperson zu einer positiven Entwicklung beitragen kann. Und muss. Denn die Perspektiven hängen letztlich von uns allen ab.

Website Barbara Wimmer
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Die Einsamkeit der Mehrzeller

Montag, 18. Jänner 2021 10:00

Oder: Generalprobe zur Diplomarbeit von Lale Rodgarkia-Dara

Im Anfang war die Welle. Oder vielleicht doch das Teilchen? Es erschienen Einzeller, formten sich zu Metazoen, der Schwamm entstand. Dann trat ihm der Schwarm zur Seite und brachte jene gleichnamige Intelligenz ins Spiel, auf der gegenwärtig manche Hoffnung ruht. Dazwischen Raum und Zeit für Koexistenz, Kongruenz, bisweilen Konklusion. Doch selten gleich getaktet, fast immer mit Delay. In Summe rätselhaft und uneindeutig, wie sich das Leben gerne gibt. So auch hier: Hörbar wird, was als Ausstellung gedacht war und eigentlich eine Diplomarbeit darstellt. Oder immerhin die Generalprobe dafür.

Website Lale Rodgarkia-Dara

Diese Sendung wurde mithilfe von studio-link.de produziert.

Erich Neuwirths Kompetenz als Statistiker, Mathematiker und Informatiker ist über alle Zweifel erhaben. Seit Beginn der Covid-Pandemie veröffentlicht er täglich aktualisierte Analysen zu ihrem Verlauf. Damit erfüllt er fast im Alleingang eine enorm wichtige Aufgabe, die nach allen Regeln der Vernunft eigentlich der Statistik Austria zukäme, ohne sein persönliches Engagement aber unerledigt bliebe. Im Online-Gespräch erläutert er seine Arbeitsweise und welche Schlüsse aus den Ergebnissen zu ziehen sind.

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Blog Erich Neuwirth Bildung und Statistik
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Diese Sendung wurde mithilfe von studio-link.de produziert.

Michael Bonvalot versteht sich als Journalist mit Meinung und Haltung. Beides lässt sich ihm ebenso wenig absprechen, wie Mut und Bereitschaft, dorthin zu gehen, wo es weht tut und dafür mancherlei Ungemach in Kauf zu nehmen. Als Sozialarbeiter stellte er fest, dass existenzielle Anliegen immer größerer Teile der Bevölkerung öffentlich kaum wahrgenommen werden. Sie sind es, denen er vorrangig seine Aufmerksamkeit widmet, ihnen Ohr und Stimme leiht.

Website Michael Bonvalot
Twitter Michael Bonvalot
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Von Straßenlaternen und Wanderdünen

Montag, 14. Dezember 2020 10:00

Anton Tantner präsentiert Miniaturen aus dem abseitigen Wien

Bekannt ist der Historiker Anton Tantner vor allem für seine Forschung zur Geschichte von Hausnummern und Adressen. Doch darüber hinaus faszinieren ihn seit jeher Eigentümlichkeiten aller Art. Insbesondere wenn die Grenze zwischen Ordnung und Unordnung berührt ist und Bezug zur Gegenwart besteht, erwacht sein Drang, der Sache auf den Grund zu gehen. 41 Beispiele sind nun in einem Band versammelt bei Mandelbaum erschienen.

Website Anton Tantner
Website Mandelbaum Verlag Von Straßenlaternen und Wanderdünen
Blog adresscomptoir.twoday.net
Blog nummer.hypotheses.org
Facebook Anton Tantner
Twitter @adresscomptoir
Artikel Philipp Sarasin Mit Foucault die Pandemie verstehen?
Website Mandelbaum Verlag Silvia Federici

Ich habe nur getan, was ich für richtig hielt

Montag, 7. Dezember 2020 10:00

In memoriam Lotte Brainin

In frühester Jugend schloss sich Lotte Brainin zunächst den Roten Falken, später der kommunistischen Jugend und schließlich dem Widerstand an, um aktiv gegen den Nationalsozialismus zu kämpfen. Mit 15 Jahren wurde sie für ihre politische Tätigkeit erstmals zu einer Haftstrafe verurteilt. 1943 wurde sie in Belgien verhaftet, kam ins KZ Birkenau und später nach Ravensbrück, wo die Rote Armee sie am 1. Mai 1945 befreite. Aus Interviews, die Helga Amesberger und Bernadette Dewald mit Lotte Brainin führten, sowie Material von Marika Schmiedts digitalem Denkmal www.brainin.at gestaltete Tina Leisch anlässlich Lotte Brainins 100. Geburtstag ein Portrait. Wenige Wochen später, am 16. Dezember 2020 verstummte sie für immer.

Diese Sendung entstand in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen, sowie dem KZ-Verband.

Virtuelle Ausstellung über das Leben von Lotte Brainin
Website Österreichische Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen
Website KZ-Verband/VdA

Begegnung mit Daniela Finzi und Hermann Czech

Erst vor wenigen Wochen erlebte das Sigmund Freud Museum in der Wiener Berggasse seine Wiedereröffnung nach Umbau und Renovierung. Daniela Finzi, wissenschaftliche Leiterin des Museums, und Architekt Hermann Czech, der gemeinsam mit Walter Agonese, Bettina Götz und Richard Manahl für die Neugestaltung verantwortlich zeichnet, erzählen vom Umgang mit dem Ursprungsort der Psychoanalyse.

Website Sigmund Freud Museum
Website Hermann Czech
Website nextroom Hermann Czech

Zur vollständigen Podcastversion des Beitrags

Begegnung mit Daniela Finzi und Hermann Czech

Erst vor wenigen Wochen erlebte das Sigmund Freud Museum in der Wiener Berggasse seine Wiedereröffnung nach Umbau und Renovierung. Daniela Finzi, wissenschaftliche Leiterin des Museums, und Architekt Hermann Czech, der gemeinsam mit Walter Agonese, Bettina Götz und Richard Manahl für die Neugestaltung verantwortlich zeichnet, erzählen vom Umgang mit dem Ursprungsort der Psychoanalyse.

Website Sigmund Freud Museum
Website Hermann Czech
Website nextroom Hermann Czech

Zur gekürzten Radioversion des Beitrags

Ursprünglich waren die Nächte der Philosophie 2020 für Mai geplant, dann kam der Lockdown. Auch dem zweiten Anlauf schien kein besseres Schicksal beschieden. Doch diesmal entschied man sich dafür, selbiges nicht nochmals duldend hinzunehmen, sondern in die Seuchensicherheit virtueller Räumlichkeiten auszuweichen. Von 17. bis 19. November werden nun zahlreiche Veranstaltungen in Form von Video Chats stattfinden. Im Studiogespräch gehen Manfred Rühl und Leo Hemetsberger unter anderem der Frage nach, wie Philosophie gerade in Zeiten wie diesen praktisch anwendbar sein kann.

Website Manfred Rühl
Website Leo Hemetsberger
Website Gesellschaft für angewandte Philosophie
Facebook Nächte der Philosohie

Patagonien

Montag, 2. November 2020 10:00

Carolina Schutti zu ihrem jüngsten Roman

Sarah, Johannes, Ben und Mick haben sich als Aussteiger in Patagonien angesiedelt. Vier Menschen, die sich auf unterschiedlichen Wegen gefunden haben, an einem Sehnsuchtsort am Rande des Nirgendwo, wo alle Wege enden. Die Gruppe scheint in einer Balance mit sich und der Welt. Bis Iris in ihr Leben und Mancherlei zu Tage tritt.

Website Carolina Schutti
Website Edition Laurin Patagonien

Karim El-Gawhary: Repression und Rebellion

Montag, 19. Oktober 2020 10:00

Arabische Revolution – was nun?

Das Ziel seiner Tätigkeit sieht Karim El-Gawhary darin, die Geschehnisse im Nahen Osten auf allen Ebenen zu beleuchten, berichten und vor allem verständlich zu machen. Insbesondere Letzteres scheint zwar angesichts gegebener Vielschichtigkeit und Komplexität eine fast unlösbare Aufgabe, der er dennoch als Korrespondent des ORF und Autor von bislang fünf Büchern durchaus erfolgreich gerecht zu werden versucht. Neben der Analyse politischer Vorgänge, ihrer Verstrickungen und Folgen, widmet er dem alltäglichen Leben der Bevölkerung besondere Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt ist ihm auch die Korrektur von Fehleinschätzungen und Irrtümer in der westlichen Wahrnehmung ein Anliegen.

Vollständige Version eines Gesprächs, das im Rahmen des Sonderprogramms von literadio im Stream zur Frankfurter Buchmesse 2020 in gekürzter Fassung zu hören war.

Website Kremayr & Scheriau Repression und Rebellion

In seinem jüngsten Roman ‘Bus nach Bingöl’ führt uns Richard Schuberth in die Türkei. Ermutigt durch die liberalen Phase kurz nach Recep Tayyip Erdoğans Amtsantritt, besucht der ehemalige politische Aktivist Ahmet Arslan, erstmals nach Jahrzehnten im Wiener Exil, sein ostanatolisches Heimatdorf. Doch es wäre nicht Richard Schuberth, würde der Text sich auf die bloße Erzählung dieses Plots beschränken.

Vollständige Version eines Gesprächs, das im Rahmen des Sonderprogramms von literadio im Stream zur Frankfurter Buchmesse 2020 in gekürzter Fassung zu hören war.

Website Richard Schuberth
Website Drava Bus nach Bingöl

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