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Radio Dispositiv

die Sendung im Programmfenster

Live zu hören auf ORANGE 94.0 in Wien, FRO in Linz, FREIRAD in Innsbruck, PROTON in Dornbirn, Radio B138 in Kirchdorf oder zu beliebigen Zeitpunkten hier auf diesem Web2.0site. Auch bekömmlich als PODCAST Feed:

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Mittwoch 27. bis Sonntag 31. Mai 2026 finden in Innsbruck, Linz und Wien die Nächte der Philosophie in ihrer 13. Ausgabe statt. Rund 30 Veranstaltungen stehen an den fünf Abenden auf dem Programm.

Die Schauplätze der Veranstaltungen sind so unterschiedlich wie ihre Inhalte und Herangehensweisen. Mal wird der Diskurs ins Café getragen, mal findet er im Museum oder unter freiem Himmel statt. Da wie dort sind die Besucher*innen eingeladen, sich aktiv auf ihn einzulassen. Die Vortragenden wählen ihre Themen frei, gleiches gilt für die Gestaltung. Zu erleben sind Referate, Diskussionen und Performances vielerlei Art, nicht selten in kombinierter oder gar gemischter Form.

Leo Zehender hat sich den Pazifismus zum Gegenstand seiner Betrachtungen gewählt, Leo Hemetsberger die Ethik der Verletzlichkeit. Gemeinsam bieten sie sowohl einen Ausblick auf das Programm als auch das eine oder andere Beispiel für einen positiven Umgang mit konträren Positionen.

Website Gesellschaft für angewandte Philosophie
Facebook Nächte der Philosophie
Website Leo Zehender
Website Leo Hemetsberger

Die 1882 geborene Dora Breuer war Tochter von Sigmund Freuds Freund und Förderer Josef Breuer. Sie studierte Malerei und Grafik bei Ferdinand Schmutzer. Ihre Jugend verbrachte sie unter anderem im Geymüller-Schlössel in Pötzleinsdorf, wo nun erstmals ihre Radierungen zu sehen sind. Ein inniges Verhältnis verband sie mit ihrer Schwägerin Katharina Mautner-Breuer, Tochter des Großindustriellen Isidor Mautner, die 1906 in einer großangelegten Doppelhochzeit der Schwestern Mautner Doras Bruder, den Rechtsanwalt Hans Breuer, heiratete. Der Garten des Geymüller-Schlössels wurde zum gemeinsamen Zentrum der Familien Mautner und Breuer. Als der Nationalsozialismus auch in Österreich an die Macht kam, gelang Katharina die Flucht nach Großbritannien. Dora verpasste den Zeitpunkt. Als die Gestapo sie holen wollte, vergiftete sie sich.

Katharina Stemberger und Johanna Mertinz spielen die zwei Freundinnen, die Texte basieren auf bislang unveröffentlichten Briefen und Tagebüchern der beiden. Dazu erklingt Musik der Zeit, unter anderem von Hilda Löwe und Hildegard Geiringer, die neben anderen Werken in den 1920ern einige Radiohits komponierten. Aber auch Fanny Hensels vierstimmige Gartenlieder werden zu hören sein. Das Ensemble REIHE Zykan+ schlägt mit Michael Mautners Vokal-Kompositionen eine Brücke in die Gegenwart, zu James Turrells Skyspace, der seit einigen Tagen wieder im Garten des Geymüller-Schlössels als Expositur des MAK zu sehen ist.

Spieltermine sind Samstag 30. und Sonntag 31. Mai 2026, jeweils 12 und 15 Uhr. Susanne Hoehne, Irene Suchy sowie Elizabeth Baum-Breuer, die nach Wien zurückgekehrte und hier lebende Enkelin von Katharina Mautner-Breuer, schildern live im Studio, wie es zu dieser außerordentlichen Produktion kam.

Website Beseder Theater
Website maezenatentum
Website MAK Geymüller-Schlössel
Website MAK James Turerell – Skyspace The Other Horizon
Website Irene Suchy
Website REIHE Zykan+

Zum dritten Mal findet am THANKS Day, dem 14. Mai, die THANKS Gala statt. Diesmal wird der rote Teppich für Alleinerziehende und ihre Kinder ab 17:00 im Ehrbarsaal, Mühlgasse 30, 1040 Wien, ausgerollt. Auf dem Programm stehen neben prominenten Redner*innen auch Podiumsdiskussionen und Live Acts.

Maria Stern, Veranstalterin des THANKS Days und der gleichnamigen Gala, spricht über die schwierige Lebenssituation Alleinerziehender und ihrer Kinder, erläutert, in welcher Weise ihnen zu helfen ist und gibt Ausblicke auf die Veranstaltung.

Website Thanks Day

Nachdem die Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen das Archiv des Kunstkollektivs Fritzpunkt nach allen Regeln der Kunst erfolgreich zum Verschwinden gebracht hatte, war es an der Zeit, sich privaten Archiven zuzuwenden. Man suchte, fand und startete ins Turul-Manöver…

Während im ersten Kapitel die Flucht der Turuls aus Ungarn mit einer nautischen Installation dokumentiert wurde, widmet sich das zweite Kapitel nun den vier herrenlosen Koffern der Eva von Klebelsberg. Die performative Installation ist von 13. bis 22. Mai 2026 ab 20 Uhr im Amt für Archiventropie am Mittersteig 13 im 4. Wiener Gemeindebezirk zu erleben.

Einen Einstieg in die Thematik bietet die ungarische Soziologin Magdalena Marsovszky am 29. April ab 19:00 (ebenfalls im Amt für Archiventropie) mit ihrem Vortrag über die Bedeutung des Turuls in Ungarn.

Zwei hochrangige Abgesandte der Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen geben Auskunft über Hinter- wie auch Vordergründe des laufenden Manövers.

Website Agentur für Unabkömmlichkeitsbegründungen

Ein halbes Jahrhundert lang stand Christa Ludwig als eine der gefragtesten Sängerinnen auf den Bühnen und Podien dieser Welt. Die Liste der Musiker und Musikerinnen, mit denen sie zusammenarbeitete, liest sich wie das Who is Who dieser Epoche, kaum ein prominenter Name fehlt.

Am 24. April 2021 verstarb sie im Alter von 93 Jahren. Drei Jahre zuvor entstand anlässlich ihres 90. Geburtstages ein Radiogespräch, das aufgrund technischer Mängel damals nicht gesendet werden konnte. Mittlerweile gibt es dank Auphonic Tools, mit deren Hilfe das Material in einen sendefähigen Zustand gebracht werden konnte.

Christa Ludwig spricht über Höhen und Tiefen ihrer langen, außerordentlich erfolgreichen Laufbahn, schildert unter anderem, wie schwer ihr Lampenfieber zu schaffen machte, welches Verhältnis sie mit Luigi Nono verband und weshalb sie zuletzt kaum mehr in Konzerte oder Opern ging.

Diese Sendung wurde mit Hilfe von Auphonic produziert.

Playlist (Serviervorschlag):

Gioacchino Rossini: Der Barbier von Sevilla – Frag ich mein beklomm’nes Herz
Gioacchino Rossini:
Duetto buffo di due gatti – mit Walter Berry und Gerald Moore
Johann Sebastian Bach:
Matthäus Passion – Erbarme Dich
Georges Bizet:
Carmen – Habanera (deutsch gesungen)
Franz Schubert:
Der Erlkönig
Wolfgang Amadé Mozart:
Cosi fan tutte
Wolfgang Amadé Mozart:
La Clemenza di Tito, ‚Deh per questo istante‘
Wolfgang Amadé Mozart:
Le nozze di Figaro – Non so più cosa son
Ludwig van Beethoven:
Fidelio – Abscheulicher … Komm Hoffnung
Gustav Mahler:
Das Lied von der Erde – Finale
Richard Strauss:
Der Rosenkavalier – Marie Theres
Richard Wagner:
Siegfried – Erda
Christa Ludwig:
Das letzte Konzert in Wien (2003)

Am 25. März 2026 verstarb Alexander Kluge, der als Medientheoretiker, -praktiker und -künstler in allen Genres daheim und bis zuletzt aktiv war, in seinem 95. Lebensjahr. Mit seiner Experimentierfreude, seiner Daseinslust und seinem unglaublich weiten Horizont faszinierte und prägte er Generationen. Bleibend ist sein über Jahrzehnte rastloser Tätigkeit gewachsenes Lebenswerk von enormem Umfang und ebensolcher Themenviefalt, das zu großen Teilen in öffentlichen Archiven im Internet zugänglich ist.

Als er am 14. Februar 2022 seinen 90. Geburtstag feierte, war in dieser Sedereihe der Medienwissenschaftler Klemens Gruber zu Gast, dessen Buch ‚Kluges strategische Vermögen – Zur Aktualität der Avantgarde‘ kurz zuvor bei Sonderzahl erschienen war. Die damals entstandene Live Sendung ist hier in leicht gekürzter Version wiedergegeben.

Website Alexander Kluge
Website dctp.tv

Website Sonderzahl Kluges strategische Vermögen
Website Sonderzahl Klemens Gruber
Website Universität Wien / TFM Maske und Kothurn

Von 11. bis 24. April findet heuer die fünfte Ausgabe von Sternlesen statt, wie immer veranstaltet vom Institut für Narrative Kunst NOE (INK NÖ), erstmals in Kooperation mit dem Büchereiverband Österreichs (BVÖ).

Neun Autor*innn werden diesmal als Lesebotschafter*innen unterwegs sein und rund 40 Veranstaltungen in allen Bundesländern bestreiten, fallweise unterstützt von Gästen. Nicht klassische Lesungen sind angestrebt, vielmehr geht es um Begegnungen auf Augenhöhe, um direkten Austausch mit Leser*innen und allen, die es werden wollen. Ein bunter Reigen, so vielfältig und kreativ, wie Literatur nun einmal ist. Anwesende sind eingeladen, sich einzubringen, an Experiment und Abenteuer teilzuhaben. Gern auch an Orten, an denen man derlei Auseinandersetzungen nicht unbedingt erwarten würde.

Marlen Schachinger gibt einen Ausblick, was heuer wann, wo von wem zu erwarten sein wird.

Website Institut für Narrative Kunst NOE
Website Büchereiverband Österreichs

Website Marlen Schachinger

Der Historiker Jiří Krátký hat sich auf Musikinstrumente spezialisiert, und hier wiederum insbesondere auf Orgeln. Als Orgelexperte der tschechischen Diözese Ostrava/Opava ist er für Pflege und Wartung von rund 400 Orgeln zuständig. Keine leichte Aufgabe, die Instandhaltung oder gar Renovierung von Orgeln ist teuer und das Geld ist knapp. Doch das kann seine Liebe zu den Instrumenten nicht trüben, ganz im Gegenteil, umso mehr bemüht er sich, wenigstens die nötigsten Arbeiten zu ermöglichen.

Im Interview spricht er über die Geschichte der Orgel vom Altertum bis in die Gegenwart, erläutert, welche Bauarten und Stile sich wann weshalb entwickelt haben, welche davon blieben und welche wieder gingen. Und nicht zuletzt, weshalb in Mähren bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein noch Barockorgeln gebaut wurden.

Zwischendurch ist er mit einer kurzen Improvisation auf der renovierungsbedürftigen Harbich-Orgel in Dvorce zu hören. Zum Abschluss improvisiert Jaroslav Tůma ab Minute 73:25 auf der in gutem Zustand befindlichen Harbich-Orgel in Troubsko über ein Thema von Josef Seger.

Zur gekürzten Radio-Version

Die Harbich-Baustelle https://no-na.net/harbich
Website Jaroslav Tůma

Der Historiker Jiří Krátký hat sich auf Musikinstrumente spezialisiert, und hier wiederum insbesondere auf Orgeln. Als Orgelexperte der tschechischen Diözese Ostrava/Opava ist er für Pflege und Wartung von rund 400 Orgeln zuständig. Keine leichte Aufgabe, die Instandhaltung oder gar Renovierung von Orgeln ist teuer und das Geld ist knapp. Doch das kann seine Liebe zu den Instrumenten nicht trüben, ganz im Gegenteil, umso mehr bemüht er sich, wenigstens die nötigsten Arbeiten zu ermöglichen.

Im Interview spricht er über die Geschichte der Orgel vom Altertum bis in die Gegenwart, erläutert, welche Bauarten und Stile sich wann weshalb entwickelt haben, welche davon blieben und welche wieder gingen. Und nicht zuletzt, weshalb in Mähren bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein noch Barockorgeln gebaut wurden.

Zur ungekürzten Podcast-Version

Die Harbich-Baustelle https://no-na.net/harbich

Schon lange betreiben Arno Böhler und Susanne Valerie Granzer künstlerische Forschung mit philosophischen Mitteln und umgekehrt. Die Öffentlichkeit aktiv einzubeziehen zählt dabei zu den zentralen Anliegen. So sind es oft Performances, in denen sie Kunst, Philosophie und Wissenschaft nicht nur einander auf Augenhöhe begegnen, sondern miteinander verschmelzen und so etwas Neues entstehen lassen.

9. bis 12. April 2026 findet im brut nordwest die 6. Ausgabe von Philosophiy On Stage statt. Vier Tage, in denen morgens bis abends die vielfachen Bedeutungen des Herzens untersucht werden, ihre Wirkungen und Wechselwirkungen aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Zu erleben sind neben Vorträgen, Diskussionen, Workshops auch ein Film und selbstredend zahlreiche Performances vielerlei Art.

Website Researchgate The Heart Project
Website Brut
Website Brut Philosophy On Stage #6

Website Susanne Granzer
Website Arno Böhler

Website Artistic Research Center
Wikipedia Aurobindo Ghose
Wikipedia Auroville

Bereits zum 27. Mal findet Artist At Resort, das Residenzprojekt von Tanz*Hotel statt. Sieben junge Künstlerinnen erarbeiteten mit ihren Mentor*innen Bert Gstettner, Andrea Nagl und Dorothea Zeyringer drei Performances, die 19. bis 21. März 2026 im Tanz*Hotel | Resort zu sehen sein werden:

zone[27] – Alba Glatz, Sophie Renger & Su Huber setzen sich in ‚favez‘ ausgehend von einem historischen Fall mit der Thematik des Geschlechterwechsels auseinander. Diverse Interpretationen und Lesarten der abenteuerlichen Geschichte von Enrique[ta] Favez (1791-1865) werden aufgegriffen und durch Körper – Klänge – Dimensionen – Affekte – Orte – Räume – Zeiten transformiert.

In ‚Can You Hear My Body Tense‘ tasten sich Céline Weigt und Hanna Schaar durch die Vielschichtigkeit innerer, körperlicher Spannungsfelder. Aus einem Geflecht weiblicher Perspektiven und sich ständig verschiebender Realitäten entsteht ein Ringen um Raum und die Möglichkeit, inmitten gesellschaftlicher Erwartungen Form anzunehmen. Zwischen Irrsinn und Klarheit schaffen die Performerinnen ein Territorium, in dem Widerstand zu einem absurd poetischen Akt wird.

Caterina Vögel und Hannah Zauner wiederum beschäftigen sich in ‚BLUSH‘ mit dem Sehen und gesehen Werden, sowie dabei auftretenden Wünschen, Irritationen und sonstigen Gefühlen. Tanz, Musik und Text verbinden sich zu einer Performance mit Fokus auf die Wirkung von Blicken, die Nuancen von Lachen und den Umgang mit Scham.

Dorothea Zeyringer und Bert Gstettner geben live im Studio Aus- und Einblicke.

Website Tanz*Hotel
Website Tanz*Hotel Artist At Resort
Website Tanz*Hotel Artist At Resort Chronologie
Website Sööt/Zeyringer

Der junge Organist Jan Kopřiva beendet eben sein Masterstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sein Repertoire reicht vom Frühbarock bis in die Gegenwart. Im Studiogespräch schildert er die Vielfalt, die sich im Orgelbau über die Jahrhunderte entwickelt hat. Denn die eine Orgel, auf der sich alles gut spielen lässt, die gibt es nicht und kann es nie geben, zu verschieden sind die Anforderungen. So tut man gut daran, für Aufnahmen und Konzerte die richtige Orgel im passenden Raum zu suchen, denn die Akustik ist entscheidend. Oder umgekehrt, sich bei der Stückwahl nach den Gegebenheiten des betreffenden Instruments zu richten.

Da gerade historische Orgeln nicht selten Unikate sind, finden sich Organistinnen und Organisten oftmals an für sie neuen Instrumenten mit recht unterschiedlichen Eigenschaften. Das erfordert hohe Flexibilität und die Fähigkeit, auch mit überraschenden Situationen umzugehen. Denn letztlich sind Orgeln hochkomplexe Maschinen, deren Mechaniken auch einmal versagen können. Doch der Improvisation kam beim Orgelspiel seit jeher eine große Rolle zu.

Youtube Jan Kopřiva ‚Im Walde‘ nach M.K. Čiurlionis
Website Die Harbich-Baustelle – Franz und seine Orgeln

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