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Radio Dispositiv

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Live zu hören auf ORANGE 94.0 in Wien, FRO in Linz, FREIRAD in Innsbruck, PROTON in Dornbirn, Radio B138 in Kirchdorf oder zu beliebigen Zeitpunkten hier auf diesem Web2.0site. Auch bekömmlich als PODCAST Feed:

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Der Historiker Jiří Krátký hat sich auf Musikinstrumente spezialisiert, und hier wiederum insbesondere auf Orgeln. Als Orgelexperte der tschechischen Diözese Ostrava/Opava ist er für Pflege und Wartung von rund 400 Orgeln zuständig. Keine leichte Aufgabe, die Instandhaltung oder gar Renovierung von Orgeln ist teuer und das Geld ist knapp. Doch das kann seine Liebe zu den Instrumenten nicht trüben, ganz im Gegenteil, umso mehr bemüht er sich, wenigstens die nötigsten Arbeiten zu ermöglichen.

Im Interview spricht er über die Geschichte der Orgel vom Altertum bis in die Gegenwart, erläutert, welche Bauarten und Stile sich wann weshalb entwickelt haben, welche davon blieben und welche wieder gingen. Und nicht zuletzt, weshalb in Mähren bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein noch Barockorgeln gebaut wurden.

Zwischendurch ist er mit einer kurzen Improvisation auf der renovierungsbedürftigen Harbich-Orgel in Dvorce zu hören. Zum Abschluss improvisiert Jaroslav Tůma ab Minute 73:25 auf der in gutem Zustand befindlichen Harbich-Orgel in Troubsko über ein Thema von Josef Seger.

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Die Harbich-Baustelle https://no-na.net/harbich
Website Jaroslav Tůma

Der Historiker Jiří Krátký hat sich auf Musikinstrumente spezialisiert, und hier wiederum insbesondere auf Orgeln. Als Orgelexperte der tschechischen Diözese Ostrava/Opava ist er für Pflege und Wartung von rund 400 Orgeln zuständig. Keine leichte Aufgabe, die Instandhaltung oder gar Renovierung von Orgeln ist teuer und das Geld ist knapp. Doch das kann seine Liebe zu den Instrumenten nicht trüben, ganz im Gegenteil, umso mehr bemüht er sich, wenigstens die nötigsten Arbeiten zu ermöglichen.

Im Interview spricht er über die Geschichte der Orgel vom Altertum bis in die Gegenwart, erläutert, welche Bauarten und Stile sich wann weshalb entwickelt haben, welche davon blieben und welche wieder gingen. Und nicht zuletzt, weshalb in Mähren bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein noch Barockorgeln gebaut wurden.

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Die Harbich-Baustelle https://no-na.net/harbich

Schon lange betreiben Arno Böhler und Susanne Valerie Granzer künstlerische Forschung mit philosophischen Mitteln und umgekehrt. Die Öffentlichkeit aktiv einzubeziehen zählt dabei zu den zentralen Anliegen. So sind es oft Performances, in denen sie Kunst, Philosophie und Wissenschaft nicht nur einander auf Augenhöhe begegnen, sondern miteinander verschmelzen und so etwas Neues entstehen lassen.

9. bis 12. April 2026 findet im brut nordwest die 6. Ausgabe von Philosophiy On Stage statt. Vier Tage, in denen morgens bis abends die vielfachen Bedeutungen des Herzens untersucht werden, ihre Wirkungen und Wechselwirkungen aus verschiedensten Perspektiven beleuchtet. Zu erleben sind neben Vorträgen, Diskussionen, Workshops auch ein Film und selbstredend zahlreiche Performances vielerlei Art.

Website Researchgate The Heart Project
Website Brut
Website Brut Philosophy On Stage #6

Website Susanne Granzer
Website Arno Böhler

Website Artistic Research Center
Wikipedia Aurobindo Ghose
Wikipedia Auroville

Bereits zum 27. Mal findet Artist At Resort, das Residenzprojekt von Tanz*Hotel statt. Sieben junge Künstlerinnen erarbeiteten mit ihren Mentor*innen Bert Gstettner, Andrea Nagl und Dorothea Zeyringer drei Performances, die 19. bis 21. März 2026 im Tanz*Hotel | Resort zu sehen sein werden:

zone[27] – Alba Glatz, Sophie Renger & Su Huber setzen sich in ‚favez‘ ausgehend von einem historischen Fall mit der Thematik des Geschlechterwechsels auseinander. Diverse Interpretationen und Lesarten der abenteuerlichen Geschichte von Enrique[ta] Favez (1791-1865) werden aufgegriffen und durch Körper – Klänge – Dimensionen – Affekte – Orte – Räume – Zeiten transformiert.

In ‚Can You Hear My Body Tense‘ tasten sich Céline Weigt und Hanna Schaar durch die Vielschichtigkeit innerer, körperlicher Spannungsfelder. Aus einem Geflecht weiblicher Perspektiven und sich ständig verschiebender Realitäten entsteht ein Ringen um Raum und die Möglichkeit, inmitten gesellschaftlicher Erwartungen Form anzunehmen. Zwischen Irrsinn und Klarheit schaffen die Performerinnen ein Territorium, in dem Widerstand zu einem absurd poetischen Akt wird.

Caterina Vögel und Hannah Zauner wiederum beschäftigen sich in ‚BLUSH‘ mit dem Sehen und gesehen Werden, sowie dabei auftretenden Wünschen, Irritationen und sonstigen Gefühlen. Tanz, Musik und Text verbinden sich zu einer Performance mit Fokus auf die Wirkung von Blicken, die Nuancen von Lachen und den Umgang mit Scham.

Dorothea Zeyringer und Bert Gstettner geben live im Studio Aus- und Einblicke.

Website Tanz*Hotel
Website Tanz*Hotel Artist At Resort
Website Tanz*Hotel Artist At Resort Chronologie
Website Sööt/Zeyringer

Der junge Organist Jan Kopřiva beendet eben sein Masterstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sein Repertoire reicht vom Frühbarock bis in die Gegenwart. Im Studiogespräch schildert er die Vielfalt, die sich im Orgelbau über die Jahrhunderte entwickelt hat. Denn die eine Orgel, auf der sich alles gut spielen lässt, die gibt es nicht und kann es nie geben, zu verschieden sind die Anforderungen. So tut man gut daran, für Aufnahmen und Konzerte die richtige Orgel im passenden Raum zu suchen, denn die Akustik ist entscheidend. Oder umgekehrt, sich bei der Stückwahl nach den Gegebenheiten des betreffenden Instruments zu richten.

Da gerade historische Orgeln nicht selten Unikate sind, finden sich Organistinnen und Organisten oftmals an für sie neuen Instrumenten mit recht unterschiedlichen Eigenschaften. Das erfordert hohe Flexibilität und die Fähigkeit, auch mit überraschenden Situationen umzugehen. Denn letztlich sind Orgeln hochkomplexe Maschinen, deren Mechaniken auch einmal versagen können. Doch der Improvisation kam beim Orgelspiel seit jeher eine große Rolle zu.

Youtube Jan Kopřiva ‚Im Walde‘ nach M.K. Čiurlionis
Website Die Harbich-Baustelle – Franz und seine Orgeln

Als politische Kämpferin der europäischen Arbeiterbewegung ist Rosa Lxemburg im Gedächtnis geblieben. Weniger bekannt sind ihre wissenschaftlichen Arbeiten, insbesondere ihr 1913 erschienenes Hauptwerk ‚Die Akkumulation des Kapitals‘ und die darin entwickelte Imperialismustheorie verdienen Beachtung und nähere Auseinandersetzung. Trug sie damit doch viel zum Verständnis der kapitalistischen Wirtschaftsweise bei, analysierte sowohl ökonomische als auch gesellschaftliche Zusammenhänge und formulierte Gedanken, die auch heute noch von Relevanz sind.

Mit diesem wichtigen Aspekt ihres Wirkens befasst sich der in Wien lebende Ökonom Koen Smet in seinem Beitrag zur demnächst erscheinenden Anthologie ‚Rosa Luxemburg – Von der Ikone zur Person‘. Live im Studio diskutiert er mit Margarete Maurer, Philosophin, Naturwissenschaftlerin und Herausgeberin besagten Buches, welche Bedeutung Luxemburgs Arbeit als kritische Politökonomin in ihrer Zeit hatte und was wir auch heute noch daraus lernen können.

Website Koen Smet
Website Rosa Luxemburg Institut (RLI)
Website Verein für interdisziplinäre Forschung und Praxis (ViF)
Website Philosophische Praxis Veranstaltungen
Youtube Channel Philosophische Praxis
Website Nächte der Philosophinnen
Website RLI Verlag

Rosa Luxemburg – Von der Ikone zur Person Teil I

Anfang November 2025 wurde dem Freien Radio Orange 94.0 seitens der Stadt Wien die Einstellung der Förderung mit Ende des laufenden Jahres angekündigt. Unter Hinweis auf langfristige Bindungen und Verantwortlichkeiten, die unmöglich so kurzfristig aufzulösen sind, konnte für 2026 immerhin das Zugeständnis eines stark gekürzten Notbudgets erreicht werden. Unter schmerzhaften Einsparungen bleibt also ein knappes Jahr, um das Radio neu zu strukturieren und seine Finanzierung auf gänzlich andere Beine zu stellen. Möge die Übung gelingen.

Doch Orange 94.0 ist lediglich ein Beispiel für den Druck, unter den zahlreiche zivilgesellschftliche Einrichtungen geraten sind. Leidtragende sind nicht nur die direkt betroffenen Projekte und Institutionen, oftmals sind ganze Gesellschaftsgruppen vom Verlust ihrer Orte, Vernetzungen und Services bedroht. Wichtige zivilgesellschaftliche Errungenschaften fallen Maßnahmen zum Opfer, deren Sparpotenzial mehr als zweifelhaft ist, weil nicht selten mit hohen Kostenzuwächsen an anderer Stelle gerechnet werden muss.

Hans Christian Voigt vom Vorstand des Trägervereins von Orange 94.0 analysiert die Situation und erläutert Strategien, mit deren Hilfe das Schlimmste abgewendet werden könnte.

Website Orange 94.0

Auch nach 1945 war militärische Gewalt beileibe nicht aus Europa verschwunden, mehrfach fand sie direkt an Österreichs Grenzen statt. Es waren keineswegs Jahrzehnte himmlischen Friedens, die mit Russlands fehlgeschlagenem Versuch, die Ukraine in einem Blitzkrieg niederzuwerfen, unvermittelt endeten. Weder in Europa, noch sonst wo auf der Welt.

Dennoch ist seither vieles anders. Der Krieg ist in den Köpfen angekommen und scheint ein bedrohlich großes Stück Richtung Normalität gerückt, wenn ausgerechnet der Präsident der westlichen Führungsmacht militärische Gewalt unverhohlen als legitimes Mittel seiner Politik betrachtet. Aufrüstung gilt als scheinbar alternativloses und kaum hinterfragbares Gebot der Stunde.

Aber ist das alles wirklich so unausweichlich, wie es den Anschein hat? Mitnichten, meint Claudia Brunner, Sozialwissenschaftlerin und Leiterin des Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung der Universität Klagenfurt. Ganz im Gegenteil, der erschreckend schnell wieder geläufig gewordenen Kriegslogik muss widersprochen, eine Friedenslogik entgegengesetzt werden.

Live im Studiogespräch diskutiert sie mit der Philosophin Margarete Maurer, wie gelebter Antimilitarismus in Zeiten rollender Panzer und todbringender Drohnen aussehen kann.

Webste Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung
Website Epistemic Violence
Website transcript Claudia Brunner
Website Verein für interdisziplinäre Forschung und Praxis (ViF)
Website Philosophische Praxis Veranstaltungen
Youtube Channel Philosophische Praxis
Website Nächte der Philosophinnen

Themenverwandte Sendungen der Reihe:

10.02.2025 – Was heißt Frieden – Margarete Maurer, Brigitte Holzner
08.04.2024 – Sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten I – Margarete Maurer, Brigitte Holzner, Rosa Logar, Matthias Hirsch
26.08.2024 – Sexualisierte Gewalt in bewaffneten Konflikten II – Margarete Maurer, Brigitte Holzner, Matthias Hirsch

Maria Radutu, Eva Klampfer aka LYLIT und Phoebe Violet. Drei Musikerinnen, die sich in mehreren musikalischen Welten bewegen, jede für sich und alle gemeinsam. Dienstag 17. Februar 2026 treffen sie einander im MuTh zu einem Abend jenseits aller gemeinhin zwischen Klassik, Pop und Soul vorschnell gezogenen Grenzen. Zwei Klaviere werden auf der Bühne stehen, es wird gesungen und gespielt, soviel ist klar. Was sonst noch erwartet werden darf, verraten Eva Klampfer und Maria Radutu live im Studiogespräch.

Website MuTH Maria Radutu & LYLIT feat. Phoebe Violet
Website Maria Radutu
Website LYLIT
Website Phoebe Violet

Als einflussreiche Vertreterin der europäischen Arbeiterbewegung und streitbare Kriegsgegnerin, die für ihre Anti-Kriegs-Reden und für ihre sozialistischen Haltungen mehrfach Gefängnisstrafen auf sich nahm, ging Rosa Luxemburg in die Geschichte ein. Im Verlag des Rosa Luxemburg Institutes (RLI) kommt demnächst ein neues Buch über sie heraus, in dem Margarete Maurer als Herausgeberin und Mitautorin Texte von zwölf Autorinnen versammelt, die wichtige Aspekte ihrer facettenreichen Persönlichkeit und ihres Wirkens aus unterschiedlichen Positionen beleuchten.

Die Bauingenieurin und Sozialwissenschaftlerin Evelin Wittich setzt sich in ihrem Beitrag mit Luxemburgs Bezügen zu Natur, Naturwissenschaften und Politik auseinander. Drei Bereiche, die sowohl in ihrem Leben als auch in ihrer Arbeit eng miteinander verflochten waren.

Neben Rosa Luxemburgs Bedeutung als historische Persönlichkeit interessiert insbesondere die Frage, welche Erkenntnisse und Orientierungen für unsere gegenwärtige Situation sich aus ihrem Denken und ihrem Werk ziehen lassen.

Website Rosa Luxemburg Institut (RLI)
Website
Verein für interdisziplinäre Forschung und Praxis (ViF)
Website Philosophische Praxis
Veranstaltungen
Youtube Channel
Philosophische Praxis
Website
Nächte der Philosophinnen
Website
RLI Verlag
Website
Rosa Luxemburg Stiftung (RLS)

Rosa Luxemburg – Von der Ikone zur Person Teil II

Jürgen Schmidt ist Mitbegründer und CEO eines IT Unternehmens, das unter anderem maßgeschneiderte Managementsysteme entwickelt, die sowohl zur Unterstützung innerbetrieblicher Arbeitsabläufe als auch der Präsentation nach außen dienen. Doch auch Forschung abseits konkreter Projekte wird betrieben. So ist die Auseinandersetzung mit KI schon seit Jahren ein wichtiges Thema und hat auch fallweise bereits zu praktischen Anwendungen geführt. Dort nämlich, wo ihr Einsatz tatsächlich sinnvoll erscheint, das heißt einen feststellbaren Nutzen bietet.

Im Studiogespräch berichtet Jürgen Schmidt von Missverständnissen bezüglich der Fähigkeiten von KI, erklärt, wo die wahren Aufgaben seiner Ansicht nach lägen und weshalb die Hypes verlässlich in falsche Richtungen laufen. Auch Schwächen, Probleme und Gefahren, die mit diesen Technologien einhergehen (denn es sind deren mehrere), sollen nicht unerwähnt bleiben.

Website STRG.

Marchfeld – Anton Tantner im Studiogespräch

Montag, 5. Jänner 2026 10:00

Der Historiker Anton Tantner ist ein Mensch mit breit gestreuten Interessen, kaum ein Forschungsfeld scheint vor ihm sicher. So hat er vor einigen Jahren das nur auf den ersten Blick unscheinbare Marchfeld als Zielgebiet für sich und seine Arbeit entdeckt. Die Schlacht bei Dürnkrut, deren Ausgang das Schicksal Europas für Jahrhunderte bestimmte, war bei weitem nicht die einzige bemerkenswerte Begebenheit, die sich auf der 900 km² umfassenden Ebene östlich von Wien zutrug. Für Bewegung sorgten nicht zuletzt auch Wanderdünen, die das landschaftliche Erscheinungsbild laufend veränderten und im Zusammenwirken mit Flugsand verheerende Folgen für die Bevölkerung mit sich brachten. Nach einer langen Reihe allenfalls eingeschränkt erfolgreicher Versuche gelang es erst im 19. Jahrhundert, der zunehmenden Versteppung Einhalt zu gebieten.

Nach mehreren Publikationen zum Marchfeld und seiner Historie hat Anton Tantner nun im Wieser Verlag in der Reihe Europa Erlesen eine Anthologie herausgegeben. Die dort versammelten Texte von Autor*innen aus vier Jahrhunderten nähern sich dem Marchfeld aus den verschiedensten Richtungen, entsprechend vielfältig sind ihre Perspektiven.

Website Anton Tantner
Mastodon mastodon.social/@adresscomptoir
Website Wieser Verlag Marchfeld

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