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Radio Dispositiv

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Jürgen Schmidt ist Mitbegründer und CEO eines IT Unternehmens, das unter anderem maßgeschneiderte Managementsysteme entwickelt, die sowohl zur Unterstützung innerbetrieblicher Arbeitsabläufe als auch der Präsentation nach außen dienen. Doch auch Forschung abseits konkreter Projekte wird betrieben. So ist die Auseinandersetzung mit KI schon seit Jahren ein wichtiges Thema und hat auch fallweise bereits zu praktischen Anwendungen geführt. Dort nämlich, wo ihr Einsatz tatsächlich sinnvoll erscheint, das heißt einen feststellbaren Nutzen bietet.

Im Studiogespräch berichtet Jürgen Schmidt von Missverständnissen bezüglich der Fähigkeiten von KI, erklärt, wo die wahren Aufgaben seiner Ansicht nach lägen und weshalb die Hypes verlässlich in falsche Richtungen laufen. Auch Schwächen, Probleme und Gefahren, die mit diesen Technologien einhergehen (denn es sind deren mehrere), sollen nicht unerwähnt bleiben.

Website STRG.

Marchfeld – Anton Tantner im Studiogespräch

Montag, 5. Jänner 2026 10:00

Der Historiker Anton Tantner ist ein Mensch mit breit gestreuten Interessen, kaum ein Forschungsfeld scheint vor ihm sicher. So hat er vor einigen Jahren das nur auf den ersten Blick unscheinbare Marchfeld als Zielgebiet für sich und seine Arbeit entdeckt. Die Schlacht bei Dürnkrut, deren Ausgang das Schicksal Europas für Jahrhunderte bestimmte, war bei weitem nicht die einzige bemerkenswerte Begebenheit, die sich auf der 900 km² umfassenden Ebene östlich von Wien zutrug. Für Bewegung sorgten nicht zuletzt auch Wanderdünen, die das landschaftliche Erscheinungsbild laufend veränderten und im Zusammenwirken mit Flugsand verheerende Folgen für die Bevölkerung mit sich brachten. Nach einer langen Reihe allenfalls eingeschränkt erfolgreicher Versuche gelang es erst im 19. Jahrhundert, der zunehmenden Versteppung Einhalt zu gebieten.

Nach mehreren Publikationen zum Marchfeld und seiner Historie hat Anton Tantner nun im Wieser Verlag in der Reihe Europa Erlesen eine Anthologie herausgegeben. Die dort versammelten Texte von Autor*innen aus vier Jahrhunderten nähern sich dem Marchfeld aus den verschiedensten Richtungen, entsprechend vielfältig sind ihre Perspektiven.

Website Anton Tantner
Mastodon mastodon.social/@adresscomptoir
Website Wieser Verlag Marchfeld

Tanz*Hotel – Bert Gstettner im Studiogespräch

Montag, 29. Dezember 2025 10:00

Bert Gstettner sieht sich als Tänzer und Choreograph in jener zweiten Generation von Pionier*innen der experimentellen Tanzszene in Wien verwurzelt, die in den 1980er Jahren im Rahmen der WUK-Initiativen entstand. Nach Jahren in Paris und New York, in denen er auch eigene Choreographien entwickelte, kehrte er nach Wien zurück und gründete Anfang der 1990er seine Company Tanz*Hotel, mit der er seither aktiv ist.

Nicht nur ín seinen Choreographien verbindet er gern unterschiedliche Generationen, auch die Förderung junger, nachrückender Künstler*innen ist ihm ein Anluegen. So begleitet er sie bei ersten eigenen Produktionen und hat ein Residenzprogramm Artist At Resort ins Leben gerufen.

Live im Studiogespräch schildert er, wie er die im Tanz eingetretenen Veränderungen und Entwicklungen der letzten Jahrzehnte erlebte und beurteili. Spoiler: nur Ästhetiken und künstlerische Methoden haben sich gewandelt, sondern auch die Produktionsbedingungen.

Website Tanz*Hotel

Spiegelschrift – Susanne Ayoub im Studiogespräch

Montag, 22. Dezember 2025 10:00

Anna Herz ist Schauspielerin und als Kommissarin einer Krimiserie erfolgreich. Sie genießt ihr Dasein als TV-Star, bis plötzlich bedrohliche Briefe auftauchen, die eine dunkle Episode in ihrer Vergangenheit erahnen lassen. Dann erscheint auch noch Mario, ihre vor Jahren unglücklich zu Ende gegangene Jugendliebe, gefolgt von weiteren Personen aus jenen schon fast vergessen geglaubten Tagen. Wer steckt hinter den Drohbriefen, lautet die Frage, wer und warum? Immer tiefer scheint die TV-Kommissarin in einen echten Kriminalfall zu schlittern.

In ihrem jüngsten Roman formt Susanne Ayoub einmal mehr Elemente des Krimi-Genres mithilfe differenziert gezeichneter Figuren zu einem plastischen Gesellschaftsbild. Im Zentrum steht die Geschichte zweier verlorener Lieben, gescheitert an Irrwegen mit teils tragischem Verlauf.

Website Susanne Ayoub
Website Löcker Verlag Spiegelschrift
Website Susanne Ayoub Spiegelschrift

Seit vielen Jahren forscht die Soziologin und Kommunikationswissenschaftlerin Astrid Mager am Institut für Technikfolgenabschätzunng (ITA) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Fragen nach den Auswirkungen neuer Technologien auf die Gesellschaft stellen sich längst in allen Lebensbereichen, entsprechend vielfältig ist das Forschungsfeld. Und überdies stark wachsend, denn die fortschreitende Digitalisierung wirft laufend neue Themen auf, die unterschiedlichste Aspekte bergen.

Einen ihrer Forschungsschwerpunkte setzt Astrid Mager derzeit auf die Automatisierung von Ämtern. Wie können verwaltungstechnische Abläufe mithilfe digitaler Technologien sinnvoll vereinfacht und beschleunigt werden, ohne dabei in eine Überwachungsgesellschaft zu schlittern? Welche Effekte und Dynamiken sind zu erwarten, wenn Algorithmen an die Stelle zwischenmenschlicher Interaktionen treten? Ist es ratsam, KI in Entscheidungsfindungen einzubinden, und wenn ja, in welcher Weise? Was ist dabei zu bedenken, wo könnte die Allgemeinheit in welcher Form profitieren, wo lauern die Gefahren?

Website Astrid Mager
Website ÖAW Astrid Mager
Website ÖAW Institut für Technikfolgenabschätzung

Bereits zum fünften Mal fand von 21. bis 30. November 2025 das Rotlichtfestival für analoge Photographie statt. Geboten wurden Ausstellungen, Workshops, Vorträge, Photo Walks und Side-Events an zahlreichen Veranstaltungsorten in (fast) ganz Wien. Ein besonderer Gast war der ukrainische Photograph Oleksandr Glyadyelov, der Führungen durch sein persönliches Werk gab und sich für Artist Talks zu Verfügung stellte.

Auch der traditionelle Wettbewerb fand wieder statt. 332 Projekte aus 43 Ländern wurden diesmal beim Open Call eingereicht, eine hochkarätig besetzte Jury kürte schließlich 20 Gewinnerinnen und Gewinner.

Dino Rekanović und Michael Laubsch ziehen live im Studio ein Resümee des heurigen Festivals und berichten von künftigen Plänen.

Website Rotlicht – Festival for Analog Photography
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Website Zigutamve Photography
Website Wiener Alchemisten
Website Michael Laubsch

In den 15 Jahren ihres Bestehens hat sich die NGO epicenter.works zur weit über Österreich hinaus gehörten Stimme gemausert. In Zusammenarbeit mit internationalen Netzwerken ist man bemüht, das immer komplexer werdende Themenfeld digitaler Überwachung im Blick zu behalten, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu analysieren. Da kommt allerlei zusammen, denn welche neue Technologie der letzten Jahre hätte nicht zumindest das Potenzial, zu Überwachungszwecken missbraucht zu werden?

Wo immer es möglich scheint, wird versucht, korrigierend einzugreifen. Oder zumindest warnend. Durchaus erfolgreich, was Aufklärung und Bewusstseinsbildung betrifft. Selbst Einflussnahme auf politische Diskurse gelingt bisweilen, nicht wenige Gesetzesvorhaben konnten verhindert oder zumindest abgeschwächt werden. Auch der eine oder andere Sieg vor Gericht wurde erreicht. Dennoch sieht die Welt nicht rosig aus. Immer mehr direkte und indirekte Konsequenzen treten beim Einsatz digitaler Technologien zutage, die entsprechend viele Gefahrenquellen mit sich bringen. Drohende Kollateralschäden übersteigen oftmals den Nutzen und sind im Fall ihres Eintretens kaum zu beheben.

Sebastian Kneidinger von epicenter.works erläutert live im Studio, welche Themen das Team aktuell am meisten beschäftigen und welche Perspektiven er für künftige Entwicklungen sieht.

Website epicenter.works

Im Anfang war das Wort, wie es im Evangelium nach Johannes heißt, wenn auch zunächst nur das gesprochene. Die Schrift, und naturgemäß mit ihr das Lesen, dürfte etwa 6000 Jahre vor unserer Zeitrechnung hinzugekommen sein. Ein enorm langer Zeitraum, in dem die damit verbundenen Kulturtechniken zahllosen Veränderungen unterworfen waren. Mit Aufkommen der digitalen Gesellschaft haben Entwicklungen eingesetzt, die der Errungenschaft des Buchdrucks um nichts nachstehen, sie an Wirkmacht allem Anschein nach noch übertreffen werden.

Diese Entwicklungen zählen zum zentralen Forschungsgebiet des Literaturwissenschaftlers Günther Stocker. Wie verändert der Wechsel vom bedruckten Papier zu Bildschirm, Smart Phone und Tablet unser Leseverhalten? Wirkt sich das auf Wahrnehmung und Verständnis der Inhalte aus? Vorlesen zählt zu den ältesten Praktiken, neu ist hingegen, dass Hörbücher und andere Aufnahmen ins Spiel kommen. Auch werden die Vorlesenden immer öfter durch Maschinen ersetzt. Verändert sich dadurch beispielsweise die Rezeption literarischer Texte, und wenn ja, in welcher Weise?

Noch wurde nur wenig empirische Forschung in diesem Bereich betrieben. Günther Stocker arbeitet daran, das zu ändern. Im Studiogespräch schildert er, welche Annahmen sich dabei als Irrtümer erwiesen, welche sich erhärten ließen und welche Erkenntnisse dabei gewonnen wurden.

Website Universität Wien Books on Screen
Website Universität Wien Listening to Literature

Auch heuer findet 18. bis 21. November wieder die DeepSec im Renaissance Hotel Schönbrunn statt. Die ersten beiden Tage sind Workshops und Hands-On Trainings gewidmet, in denen aktuelle Security Themen intensiv bearbeitet werden. Am 20. und 21. folgt die DeepSec Conference mit mehr als 30 Referaten, in denen die verschiedensten Aspekte des Bereichs beleuchtet und zur Diskussion gestellt werden. Raum für Begegnungen und Austausch wird in der Hacker’s Lounge sowie im Rahmen von Side Events gegeben sein.

Schon zuvor, am 19. November, wird die DeepINTEL als Schwester-Event sich vor allem mit Security Intelligence beschäftigen. Da hier konkrete Problemstellungen möglichst offen und detailliert erörtert werden sollen, wird naturgemäß Vertrauliches zur Sprache kommen. Aus diesem Grund muss der Zugang einer gewissen Kontrolle unterliegen, nähere Informationen sind im direkten Kontakt über die Webseite zu erfahren.

Der IT-Sicherheitsexperte René Pfeiffer ist an der Organisation beider Konferenzen beteiligt. Im Studiogespräch schildert er, welche Szenarien derzeit am bedrohlichsten erscheinen und wie ihnen entgegengetreten werden kann.

Website DeepSec
Website DeepINTEL

Seit fast fünfzehn Jahren informiert Mimikama über Betrug im Internet, warnt vor Falschmeldungen und Fake News, gibt Tipps, wie man sich schützen kann. War Tom Wannenmacher anfangs noch als Einzekämpfer aktiv, hat sich mittlerweile ein Team um ihn geschart, das ihn bei Recherche, Bewertung und Kommunikation unterstützt. Das ist auch nötig, schließlich hat sich der Arbeitsaufwand seither durch die wachsende Anzahl von Vorfällen vervielfacht, Tendenz weiterhin stark steigend. Außerdem wird es angesichts der rasanten Fortschritte im Bereich der generativen KI immer schwieriger, Deep Fakes zu enttarnen. Ein Ende der Misere scheint derzeit noch nicht absehbar.

Andre Wolf ist als Stimme von Mimikama seit Anbeginn dabei. Im Gespräch gibt er Einblicke in die Arbeitsweisen, schildert Methoden zur Überprüfung von Texten, Bildern und Videos, gibt Ratschläge zur Schadensverhütung. Obwohl das Chaos von Information und Desinformation derzeit immer schlimmer wird, weiß er doch auch von hoffnungsvollen Perspektiven zu berichten.

Website Mimikama

Lucas Cejpeks jüngstes Buch lädt zu einer höchst persönlichen Wanderung durch die Zeiten, ihre Gedanken und Geschichten. Personen, Begriffe, Ereignisse, Realien, nichts, was er nicht zwanglos zu verbinden wüsste, in Relation zu setzen und in der Gegenwart zu reflektieren. Abschweifungen führen stets zu neuen Verschränkungen, wobei neben dem Erhabenen auch Banales Würdigung erfährt. Gespenster treten dabei vielgestaltig in Erscheinung, nicht nur, aber auch in Form von Geist. Berenice Abbot schaut vorbei, auch Anton Zeilinger. Die Corona-Jahre stehen gleichsam hinter allem und bilden eine Art von Referenz.

Website Sonderzahl Lucas Cejpek

2023 gründeten die Kultumanagerin Verena Maria Huber und der Kulturwissenschaftler Simon Huber Roomin Inn als gemeinnützigen Verein mit dem Ziel, ungenützte städtische Lokalitäten in Möglichkeitsräume zu verwandeln. Dabei sollen inklusive, konsumfreie Zonen für Kunst, Kultur, Bildung und gemeinschaftliche Interaktion geschaffen werden. Im Mittelpunkt steht stets das Miteinander, aus dem möglichst nachhaltig bleibende Strukturen wachsen sollen. Durch praktische Erfahrung werden bei Spiel, Spaß und Freude am Experiment, Wege zivilgesellschaftlicher Entwicklung erforscht.

Im Rahmen kleinerer Projekte an wechselnden Orten enstand schnell ein Umfeld von Partnerschaften und Kooperationen. April 2023 kam es zum ersten langfristigen Projekt: bis Juni 2024 boten die Rooming Inn Studios in der Wiedner Hauptstraße neben 5 Künstlerateliers auch Raum für Performances und Veranstaltungen aller Art.

Vor einem Jahr hat sich das Living Lab in Hirschstetten angesiedelt, ein ehemaliger Kindergarten mit großer Gartenfläche ist nun bis 2029 der zentrale Standort. Am 24. Okt. 2025 wird das erste Jahresfest begangen. Live im Studio berichten die beiden von bereits stattgefunden Aktivitäten und solchen, die noch in Planung sind

Website Rooming Inn
Instagram Rooming Inn

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